Weihnachtswunder

Weshalb feiern wir überhaupt noch Weihnachten?

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Lastet in dieser Zeit nicht noch mehr Druck auf uns, als das ganze Jahr über? Das Jahr endet.  Alles, was noch unerledigt geblieben ist, muss jetzt besonders dringend erledigt werden. Der Druck ist groß, auch im privaten Bereich. Was kann man wem schenken in einer Zeit, in der jeder alles hat? In der man sich das neue Autos schon vorher gekauft und das neue Fernsehgerät mal kurz irgendwo mitgenommen hat? Kann man wenigstens die Erwartungen der Kinder erfüllen? Wird man es schaffen, an diesem Weihnachten den Streit in der Verwandtschaft ruhen zu lassen, oder werden die kleinen Konflikte gerade der großen Erwartungen wegen eskalieren? Und dann schaltet man das Fernsehgerät ein und wird erbarmungslos mit dem Leid der Menschen auf der ganzen Welt konfrontiert.

Mit diesen freien Erzählungen wollte ich auf das aufmerksam machen, was für mich Weihnachten bedeutet. Weihnachten, das ist, wenn ich entdecke, dass es einfach nur schön ist, dass man mit den Menschen, die man liebt, in Frieden zusammensitzen darf. Wenn man entdeckt, in dieser dunklen Zeit der Kälte nicht schutzlos preisgegeben zu sein, und in einer Jahreszeit, in der sich auf einem Feld nur wenig finden lässt, an einem reich gedeckten Tisch sitzt.

StilleWeihnachtswunder Weihnachten ist, wenn ich am Heiligen Abend in eine Christmette gehe. Wenn ich alle Diskussionen darüber, wie und was Glauben bedeutet, die Konflikte und Zweifel, die auch ich in mir trage, einmal im Jahr einfach ruhen lassen kann. Wenn Stille in mein Herz dringt: Stille, die entsteht, weil ich in der Dankbarkeit leise werde. Wenn ich das wärmende Gefühl habe, dass mein Leben nicht zufällig oder beliebig ist, sondern etwas dahinter steht: nämlich Liebe. Die Liebe meiner Mitmenschen. Die Liebe meiner Familie, die mir so viel bedeutet. Die Liebe in einer Gesellschaft, in der man doch immer noch und immer wieder Menschen begegnet, die aufeinander aufpassen und sich umeinander kümmern.

Und eine Liebe, die hinter allem steht. Denn für mich ist Weihnachten nach wie vor kein „Jahresendfest“, sondern ein …  – sondern das christliche Fest: Das Fest der Liebe. Denn gäbe es das Wort „Gott“ nicht – ich könnte mir keinen besseren Begriff dafür vorstellen, als „Die Kraft der Liebe“.

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Georg Lehmacher im Dezember 2011 mit seinem ersten Buch "Wahre Weihnachtswunder"

 

Georg Lehmacher 2011
mit seinem ersten Buch
Wahre Weihnachtwunder“