Meine Bücher

Wie es mit den Büchern begann

Mitte der 90er Jahre begann ich, meine ersten Bücher als Grafiker zu gestalten:
Buchcover, Layouts für Innenteile und Satz.

Neben klassischen Bildbänden kamen bald Gestaltungsaufträge für Geschenkbücher dazu. Die Arbeit daran brachte mich auf die Idee, solche Bücher auch selbst zu schreiben. Fotos für diese Arbeit gab es schon damals genug: Zum Designstudium war ich ursprünglich über das Fotografieren gekommen. Nicht nur, weil mein Vater schon damals professionelle Landschaftsaufnahmen mit seiner Mittelformatkamera machte – GeorgLehmacherHagensondern auch, weil mein Großvater, Willi Lehmacher, Fotograf war. Schon vor dem Krieg hatte er seinen Job als Bankkaufmann an den Nagel gehängt, um für Zeitungen zu fotografieren. In meiner frühen Kindheit hatte er mich oft mitgenommen, wenn er als Bildberichterstatter in Hagen unterwegs war. Nach seinem Tod hatte mir die Großmutter seine Kamera vererbt. Fortan steckte ich mein Taschengeld in Filmmaterial und den Aufbau einer eigenen Dunkelkammer.

Foto: Georg Lehmacher ca. 1968 von Willi Lehmacher fotografiert

Ich hatte Glück: nach anfänglicher Skepsis beschloss man damals im Verlag, es mit einem Konzept von mir zu versuchen. Ich durfte „Das kleine Buch der guten Wünsche“ schreiben, gestalten und mit Fotos von mir und meiner Frau Renate bebildern.

Dann hatte ich nochmal Glück: das Buch verkaufte sich. Und gleich so gut, dass ich weitere eigene Geschenkbücher machen durfte. „Das kleine Buch vom Glücklichsein“ war das zweite Buch in dieser Art. Diese beiden Bücher haben – alle Ausgaben mitgerechnet – sich bis heute nahezu 800.000 mal verkauft.

Das Leben: vielleicht nur eine Schule?

Trotz meiner sehr zeitintensiven Arbeit in meinem Atelier (seit 1993 bin ich selbständig) habe ich aber auch vieles erlebt. Im familiären Umfeld – in der Kindheit, in der vieles gut war, die aber auch geprägt war von vielen Todesfällen, teilweise auch gleichaltriger Freunde. Durch genaue Betrachtungen meiner Umwelt im Großen und Kleinen, wenn ich mit dem Fotoapparat durch die Gegend zog. Durch Erfahrungen mit mir selbst, wenn ich versuchte, meine Fähigkeiten beim Klavierspielen zu erweitern. Über den Wolken, wenn ich beim Fliegen die Welt noch einmal neu entdecken durfte, aber auch, wenn ich mit Gefahrensituationen konfrontiert wurde, in denen ich in einer Weise auf mich alleine gestellt war, die man mit einem festen Boden unter den Füßen selten erlebt.

Vor allem aber auch immer wieder, wenn ich im Rettungs- und Notarztdienst Grenzsituationen zwischen Leben und Tod miterlebt habe, die für mich nie etwas mit Routine zu tun haben werden. Wenn ich dabei Menschen begegnet bin. Menschen, deren Leben oft eine unerwartete Wendung genommen hatte, die vielleicht am Morgen ebenso zuversichtlich in den Tag geblickt hatten, wie ich – und deren Leben jetzt an einem Abgrund stand. Die ihren Partner, ihre Eltern oder ein Kind verloren hatten. Oder ihr eigenes Leben. Gleichzeitig habe ich immer auch die Erfahrung gemacht, wie besonders das Leben und die Menschen waren, denen ich begegnet bin. Patienten, aber auch Kollegen, mit denen ich im Rettungsdienst zu tun hatte. Im Rückblick erkenne ich heute: das, was ein Mensch erlebt, formt ihn. Und was er erlebt, ist Bestandteil der Aufgaben, die er übernimmt. Das Leben hat keinen Sinn, bis wir selbst es ihm geben: durch unser Ziel, unseren Weg und die Aufgabe, die wir uns für unser Leben suchen.

Die Erfahrungen, die ich in all diesen Bereichen gemacht habe, haben mich verändert. Das ist der Grund, weshalb ich schreibe. Diese Erfahrungen, die Begegnungen mit beiden Seiten des Lebens und den Menschen auf meinem Weg, könnten Anstoß für andere sein, etwas für ihr eigenes Leben zu lernen. In meinen Büchern möchte ich das teilen, was der Reichtum meines Lebens ist. Und ich möchte einen Anstoß geben, nachzudenken über das Leben. Impulse geben, das Glück nicht zu suchen, sondern es zu finden. Sich mit dem Thema der Lebensaufgabe auseinanderzusetzen.

Und ich möchte das so offen tun, wie ich kann: Denn jeder Mensch und dessen Weg ist unterschiedlich, jedes Lebenziel ist ein anderes.

 

Infos zu den Büchern

Wahre Weihnachtswunder
Stille Weihnachtswunder

Schneller als der Tod erlaubt

Im Haus der Schwalbe

Alle Bücher können Sie bei Ihrem Buchhändler oder im Internet bestellen.

 

Georg Lehmacher